Bremen schlängelt sich über mehr als 40 Kilometer an der Weser entlang. Und die geografische Mitte liegt in Bremen-Nord, also dort, wo wir mit Dir oder Euch zu einem Greet starten möchten.

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Die drei Stadtteile, die in der Teil-Stadt Bremen-Nord zusammengefasst sind, heißen Blumenthal, Vegesack und Burglesum. Sie sind teilweise schmal wie ein Handtuch – rund einen Kilometer an der schmalsten Stelle! Und eingeengt von der Weser auf der einen und der niedersächsischen Landesgrenze auf der anderen Seite. Und es finden sich überall spannende und für unsere Gäste interessante Details. Manches bei uns ist geprägt davon, dass während der vergangenen Jahrhunderte Bremer Reeder und Kaufleute hier ihre teilweise bis heute erhaltenen Sommervillen mit wunderschönen Parks errichteten. Heute sind dies öffentliche Grünanlagen – zumeist entlang der Weser oder der Lesum, ihrem kleinen Nebenfluss auf dem Weg ins Teufelsmoor. „Bremer Schweiz“ wird hier eine der Gegenden genannt. Und wie so oft im Norden bleibt die Landesgrenze zwischen Bremen und Niedersachsen unbeachtet.

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Die Liste unserer Blickwinkel auf diese Region ist beinahe unendlich.
Doch einige Punkte wollen wir Euch hier schon mal für einen Greet vorschlagen:

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Das Haus Blomendal ist eine historische Wasserburg in Blumenthal. Bis Ende der dreißiger Jahre war es Sitz eines preußischen Landrats, bevor sich Bremen durch eine große Gebietsreform  etliche bis dahin preußische Orte einverleibte.

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In der Historie gab es in Blumenthal etliche Segelschiffswerften, die hölzerne Frachtschiffe bauten. Von denen finden sich keine Spuren mehr. Doch die Überbleibsel der Industrialisierung – am Beispiel der Bremer Wollkämmerei – bieten Raum für mehr als einen Spaziergang. Ebenso wie die Naturschutzgebiete in Blumenthal, die zu Radtouren einladen.

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Nur wenige Kilometer entfernt ist der Bunker Valentin, zwischen 1942 und 1945 von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen erbaut, von denen Tausende dabei zu Tode kamen. Der Bunker ist ein riesiges und erdrückendes Mahnmal und bestimmt mit seinen etwa 420 Metern Länge, bis zu 100 Metern Breite und bis zu 33 Meter Höhe das Bild am Ufer der Weser. Besichtigungen, auch der Überreste eines Lagers in der Nähe, werden regelmäßig angeboten.

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Mitten im Grün der Landesgrenze findet sich die Ökologiestation – auch sie ist in einem Überbleibsel einer „herrschaftlichen Villa“, dem 1911 erbauten Hofmeierhaus,  untergebracht. Der Gang durch den naturbelassenen Wald mit seinen historischen Sichtachsen, mit einer reichhaltigen Vogel- und Insektenwelt bietet tiefgehende Einblicke und Erlebnisse. „Natur erleben“ und dabei ökologische Zusammenhänge spielerisch erkennen, bietet die Station, die von einem privaten Verein weitgehend ehrenamtlich getragen wird.

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„Natur mit Tiefgang und Geschichten“ bieten auch der Vegesacker Stadtgarten als Teil der maritimen Meile, der Knoops Park in St. Magnus, der Friedehorst Park, der Lehnhof und das Ruschdahlmoor in Lesum. Auch hier ist das Fahrrad, wie überall im Bremer Norden, das vielleicht wichtigste und passendste Verkehrsmittel.

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Dort, wo 1805 alle Vegesacker den Bremer Bürgereid zur Aufnahme in die Stadt ablegen mussten, erinnert heute der Museumshaven mit seinen Traditionsschiffen an längst vergangene Zeiten. Hier ist der Schiffbau in Vegesack entstanden. Was bis heute blieb ist das vielleicht größte und wichtigste Spezialschiffbauzentrum der Welt. Deshalb gehören sogenannte Megayachten – also Luxusyachten mit mehr als 60 Meter Länge – zum regelmäßigen Bild der Werften, auch am gegenüberliegenden niedersächsischen Weserufer.

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Vieles von der Entwicklung des Schiffbaus und des Walfangs von hier aus sowie der ehemals größten europäischen Heringsloggerflotte findet sich im Heimatmuseum Schloß Schönebeck und im Vegesacker Geschichtenhaus, dem ältesten Speicher in Vegesack.

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Gleich nebenan ist der feste Liegeplatz von „Schulschiff Deutschland“. Der 1927 in Bremerhaven gebaute Großsegler ist das letzte deutsche Vollschiff, also an allen drei Masten rahgetakelt. 86 Meter lang, 12 Meter breit und bis zu 52 Meter hoch ist der Segler des Deutschen Schulschiff-Vereins, der ursprünglich für die seemännischen Ausbildung für die zivile Handelsmarine genutzt wurde. Heute ist der Segler ein gern genutzter Ort für Hochzeiten und Taufen, für Partys aus allerlei Anlässen und für Übernachtungen in den historischen Doppelstockbetten, vor allem gerne von Radwanderern gewählt. Und alles ohne Motorenlärm, denn einen Motor besass dieser Segler nie.

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Zu den Standard-Radtouren der Nordbremer gehört die Fahrt zur Moorlosen Kirche, einer Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert, am Ende eines schier endlosen Deichweges zu erreichen. Der Weg führt entlang des Lesum- und danach des Weserdeiches in einem großen „V“, vorbei an mehreren Naturschutzgebieten.